Aussage #20NovMx

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Liebe Alle:

Die Demonstration verlief friedlich bei den verschiedenen Gruppen die zum «Zócalo» (Hauptplatz in Mexiko Stadt) ankamen. Jeder Gewaltanschein, sowie z.B.  Ladentüren anzugreifen, wurde sofort ausgebuht und entschärft: Keine Gewalt! Wir kamen dann zum Zócalo schon nach der Verbrennung des «Judas» (riesige Puppe) in eine nicht je gesehene Anzahl an. An der Maderostraße gab es vemummte Menschen, die sie gesperrt haben, man konnte nur durch die 5-de-Mayo Straße durch. Die Leute zog sich gelassen zurück. Die große Mehrheit der Leuten, die am Zócalo ankamen, gingen dann gleich wieder weg: Da es kein Programm noch Rede geplant waren, wurden die Bühne und didie Lautsprecher nicht installiert. Wir sahen weder Bereitschaftspolizei noch mutmaßlich als Zivilisten verkleidetes Militär. Als wir am Fahnenast ankamen, verweilten wir ein wenig, bevor wir in richtung U-Bahn Station Pino Suárez über 20-Nov-Straße gingen. Genau über diese Straße sind die Gruppen aus anderen Bundesländer gekommen: Guerrero, Morelia, Oaxaca. Eine Gruppe, die von Reitern mit Machetes umrahmt war, wurde von Studenten des CCC (Kino Ausbildungszenter) gestoppt, um sie zu filmen. Man hörte dann Detonationen und die Leute fing an zu rennen und zu schreien. Wir liefen zwischen den Bussen während die Leute hinter uns riefen: Nicht stoppen! Wie Gruppen aus anderen Bundesländer, die in ihren Bussen saßen, blieben untätig: Sie waren hunderte Kilometer gefahren um dort zu sein und ihre Forderung zu rufen.

Angeblich sind die Bereitschaftspolizisten genau durch die Straßen gekommen, wo die Vermummte waren. Die «Anarchisten», die bei CNN und andere Fernsehsender gezeigt sind, sind Infiltrierte, die darauf warteten, dass der Zócalo allmählich leer wurde. Wir haben Zeugenaussagen von Freunden, denen die plötzlich gekommene Polizisten gesagt haben, sie sollten lieber gehen. Das Letzte ist einfach noch ein Manöver, womit die Regierung diese friedliche Demostrationen diskreditieren versucht: Unsere Weisung war «Keine Gewalt vor Allem».  Die Eltern und Verwandte aus Ayotzinapa sind auch mitgegangen: Man konnte auf ihren Gesichtern Traurigkeit und Müdigkeit erkennen, aber, vor allem, Würde. Es gab weniger Kinder diesmal. Nichtsdestotrotz, manche hatten Spruchbanner in der Hand, während sie selbst auf dem Kinderwagen von den Müttern geschoben waren. Leute aus allen Sozialschichten, aus allen Bundesländern sind heute mitgegangen.

Lass uns nicht verängstigen. Sie wollen uns mit Angst und Hetze infizieren. Wir müssen in der Lage sein, eine Bewegung zu artikulieren, was über die Demonstrationen hinaus geht. Lass uns nicht aufgeben. Wir wollen ein Land, wo wir ruhig und erfüllt unsere Rechte ausleben können.

M.P.

[VIDEO] Arbeiten von Studenten und Absolventen der CUEC UNAM


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